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Tag 12 Am Lago Maggiore Drucken

04.07.2007

Es hatte die ganze Nacht durch geregnet und über unserem Ovronnaz am Grand Muveran, an welchem wir vor kurzem noch in Blumenwiesen wandern waren, hatte es geschneit!! Also setzen wir unsere am Vorabend beim Wetterbericht in Erwägung gezogene Variante um und machten uns auf den Weg ins Tessin. Im ganzen Tessin und damit auch am Lago Maggiore war nämlich wolkenlos und 29°C prognostiziert. Es war immerhin ein ganz schöner Ritt, von Ovronnaz bis Locarno sind es 188km laut Navi und wir mussten schließlich auch einen Pass und einen Zipfel Italien passieren.

Wir fuhren also bis Brig auf Autobahn und Landstraße, dann hoch Richtung Simplon-Pass.
Herrliche Naturblicke gibt es hier, steile Anstiege und Abfahrten, welche viele Fahrradfahrer-Profis nutzen. Hier ein Eindruck von der Gantertrücke.
 
Schließlich erreichten wir den atemberaubenden Simplon-Pass. Obwohl nur 2005m ü.M. gibt es hier herrlichste Ausblicke und technisch aufwendige Straßenführungen.
 
Der Talübergang von der Schweiz (Wallis) nach Italien bei den Ortschaften Gondo bzw. Iselle ist wahrhaft atemberaubend schön. Was dort für Kräfte durch dasWasser auf die Täler wirken und welchen Aufwand man für die Straßen und Tunnel betrieben muss, super, das muss man einfach erlebt haben. Ab diesem Punkt waren die Wolken weg uns es ward praktisch jede Minute

wärmer. Alle Wolken blieben am Simplon-Massiv hängen. In Italien dann ein Gegensatzbild wie zwischen Südtirol und der Weinebene bei Eppan und Kaltern. Steilen Bergschluchten folgen mediterrane Täler mit Flüssen und Obstanbau, teilweise schweren Namen wie Crevoladossola.
 
Wir nahmen absichtlich nicht die großen Straßenwege, sondern die kleinen durch die jähen Schluchten und Ortschaften, die hier so malerisch sind. Also nicht die Straße 33 in Italien, sondern ab durchs Valle Vigezzo und Valle Maggia via Locarno am Lago Maggiore.
 
Eines der vielen malerischen Städtchen war Masera, kurz nach der kleinen Stadt Iselle.
 
Es ging auf sehr schmalen Gebirgsstraßen wieder Richtung Schweiz, diesmal ins Tessin. Das man von Italien wieder in die Schweiz wechselt merkt man kaum. Bis dann die noblen Orte am Lago Maggiore auftauchen mit ihren Palmen, blühenden Agaven u.a. Wir besuchten zunächst ausgiebig Locarno, lustwandelten - ich badete sogar im sehr kalten See -, aßen zu Mittag an herrlichen Buffets und shoppten ein wenig. Eine wundervolle Bootsfahrt bot sich an und eine Stadtrundfahrt mit einer Stadteisenbahn – aber Jenny wollte das nicht.
 
Danach fuhren wir nur 4km in das heute noble und mondäne Ascona, das ehemalige Fischerdorf. Überall mediterranes Flair, Segelboote, herrliche Villen klares Wasser. Dort kann man es wirklich aushalten.
Also haben wir auch hier unsere fast 29°C genossen, haben am herrlichen See gesessen und in den noblen Gassen unsere Blicke schweifen lassen.

Wir haben gar nicht gewusst wie groß der Lago Maggiore ist, von seiner viel besungenen Faszination sind wir aber nun selbst überzeugt worden.

Den Rückweg wählten wir anders. Entlang des Lago Maggiore bis hinunter ins italienische Verbania, dann ein Stück die Autobahn und die Fernstraße nach Norden zurück Richtung Simplon. Leider verpassten wir etwas den Sonnenuntergang am Pass und hatten gegen 21,45Uhr bei unserer Passage noch 4°C dort oben aber herrlich klares Wetter. Dann ging es wieder mit Wolken los, bis wir gegen Mitternacht daheim waren und wieder den Schnee sahen.
 
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