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Tag 10 Pure Natur im Eringertal – Val D’Hérens Drucken

02.07.2007

Auf deutsch heißt das Tal Eringertal. Genau von hier kommen die gleichnamigen kräftigen und schwarzen Eringer-Kühe, die bei den Ringkuhkämpfen ihr Bestes geben. 

Beim Ort Euseigne am Taleingang gibt es bereits ein imposantes Erlebnis. Dort führt die Straße durch eine Zone imposanter Erdpyramiden, welche als Relikte riesiger Geröllmoränen vom eiszeitlichen Gletscher künden. Es sieht imposant aus, wie jeweils auf der Spitze ein Stein liegen geblieben ist, welcher das weitere Auswaschen der Erde durch den Regen wie ein Schirm verhindert. Natürlich mussten wir unsere Durchfahrt (Kerstin am Steuer!) knipsen.

Der Hauptort des Tales ist Evolène, der im Ausnahmewinter 1999 durch eine verheerende Lawinenkatastrophe zu trauriger Berühmtheit gelangte. Uns zeigte sich der Ort jedoch friedlich in seiner von Brauchtum und Urtümlichkeit  geprägten Art.
 
Während es am Morgen noch regnete, war auf der Rücktour herrlicher Sonnenschein. Überall urige kleine Gaststätten und kleine Hotels im typischen Schweizer Stil mit dunklem Holz, Handarbeiten, verzierte Truhen, Obst und Gemüse vom Feld u.a. Natürlich überall Fahnen der Schweiz und vom Kanton Wallis.

Noch romantischer, weil unbekannter, ursprünglicher und weitgehend von Besuchern leer dann die hinteren Orte im Tal wie Les Haudéres oder La Forclaz. Dies sind Bilderbuchbeispiele von Walliser Dörfern mit ihren warmen, dunklen Holzhäusern.
 
Von dort aus geht es auf engsten Bergstraßen – gerade so breit, dass der so schweiz-typische Postbus drauf fahren kann – bis hinter nach Slay/Ferpècle. Dort endet die Welt für KFZ und man muss per pedes weiter. Da es noch regnete beim Aussteigen entschlossen wir uns in das Gletschertal zu laufen und nicht wie geplant hoch auf den Berg in die Alpsiedlung Bricola mit seinem kleinen Gasthof.

Es war aber nicht minder schön und romantisch, halt Natur und einheimische Ursprünglichkeit pur. Ganz kleine Einkehren waren am Weg wie z.B. „Chez Joseph et  Henriette – Au petit Paradis“. Die Wolken gaben den Blick auf den Mont Miné mit seinen beiden Gletscher rechts und links sowie rückblickend auf das Eringertal nur ab und zu frei – trotzdem toll.
 
Schließlich kamen wir zunächst an einen Teil der riesigen Wasserkraftanlagen des Kanton Wallis, die ihre Krönung in der Staumauer Grand Dixence haben. Hier werden 400 Millionen Liter Wasser gehalten! Unvorstellbarer technischer Aufwand um Wasser aus allen Tälern zu erhalten und Strom in alle Täler zu liefern. Bauzeit 8Jahre mit 1500Bauarbeitern !

Letztlich landeten wir um Fuß des Mont Miné in einem Gletschertal. Hier kommen der Glacier du Mont Miné und der Glacier de Fepécle zusammen und liefern einen reißenden Gebirgsfluss für die Wasserkraftanlage. Eine Umgebung wie wir sie so 1:1 in Norwegen erlebt hatten. Auch wie in Norwegen waren die Brücken, die man erst einmal testen sollte ob sie halten bevor man darüber geht. Wir mussten auf dem Weg durch Gebirgsbäche hindurch, was Jenny jauchzen ließ.

 
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